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Herzmuskelentzündung – das „erkältete“ Herz

Mai
18
00:00

Wer unter einer Erkältung oder Darmgrippe leidet, sollte sich körperlich schonen. Denn viele Krankheitserreger können aufs Herz gehen. Dann droht eine Herzmuskel-entzündung.

Das ist nur ein harmloser Schnupfen! So denken viele erkältete Menschen. Sie sehen keinen Anlass, im Alltag kürzer zu treten. Vorsicht: Wer sich krank oder noch geschwächt von einer vorangegangenen Infektion körperlich belastet, riskiert eine Herzmuskelent-zündung.

Mediziner bezeichnen die Krankheit als Myokarditis. Zum Glück heilt sie oftmals ohne Folgen aus, doch kann sie ebenso lebensgefährlich werden. Beispielsweise dann, wenn es durch die Entzündung zu Herzrhythmusstörungen oder einer akuten Pumpschwäche des Herzens kommt.

Herzmuskelentzündung: Viren sind die Übeltäter

Sehr oft lösen Virusinfektionen Herzmuskel-entzündungen aus. Sie treten im Zusammenhang mit einer Erkältung, einer Magen-Darm-Infektion oder einer echten Grippe (Influenza) auf. Andere Infekte leisten einer Myokarditis ebenso Vorschub. Steckt der Körper voller Viren, verbreiten sich die Erreger unter Umständen bis zum Herzen. Theoretisch kann das jedem passieren.

Von Betroffenen wird eine Herzmuskelentzündung oft nicht bemerkt, denn sie verursacht kaum Beschwerden. Doch Vorsicht: Bei einer Myokarditis wird körperliche Belastung zum Gift fürs Herz. „Im schlimmsten Fall droht der plötzliche Herztod, aber auch eine massive Herzschwäche kann die Folge sein“, warnt die Deutsche Herzstiftung.

Kein Körpereinsatz, kein Sport!

Um dies zu verhindern, gilt der Grundsatz: Bei jeder Infektionskrankheit sind körperliche Belastungen und Sport tabu! Und das so lange, bis alle Begleitsymptome – wie etwa Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber – abgeklungen sind und Sie sich fit fühlen. Nach fieberhaften Infekten sind Betroffene am besten mindestens drei bis fünf Tage fieberfrei, ehe sie langsam wieder mit körperlichen Aktivitäten beginnen.

Als problematisch gilt eine Herzmuskelentzündung ebenso, weil die Beschwerden eher unspezifisch sind. Sie unterscheiden sich kaum von denen einer banalen Erkältung. Das ist der Grund, warum die Myokarditis oft unentdeckt bleibt. Es gibt darüber hinaus keine verlässlichen Zahlen über ihre Häufigkeit.

Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Luftnot oder Herzrasen weisen jedoch unter Umständen auf eine Entzündung des Herzmuskels hin. Vor allem dann, wenn sie im Rahmen einer akuten Virusinfektion auftreten oder im Anschluss daran. Für Klarheit sorgt ein rascher Arztbesuch.

Ruhe ist die beste Medizin

Durch eine Erhebung der Krankengeschichte, eine Blutuntersuchung und weitere diagnostische Verfahren wie Herz-Ultraschall und EKG kann der Mediziner einer Myokarditis auf die Spur kommen. Steht die Diagnose fest, muss sich der Erkrankte schonen und so lange im Bett bleiben, bis die Beschwerden verschwunden sind.

Wie lange, hängt von der Schwere der Herzmuskelentzündung ab. Eventuell wird der Arzt Arzneimittel verordnen, beispielsweise entzündungshemmende Medikamente gegen einen begleitenden Herzbeutelerguss und zur Linderung von Brustschmerzen. Besteht neben der Myokarditis eine Herzschwäche, verordnet er dazu ACE-Hemmer und Betablocker.

„Patienten mit einer Myokarditis sollten sich auf alle Fälle ein Vierteljahr konsequent schonen: viel Ruhe, keine körperliche Belastung, keinerlei Sport oder Ausdauertraining, wenn möglich Fahrstuhl statt Treppe“, rät die Deutsche Herzstiftung. „Sport ist erst wieder nach einer Karenzzeit von drei Monaten ab dem Zeitpunkt möglich, zu dem sich die Herzfunktion komplett erholt hat.“

Quelle: ratgebergesund.de

Check-up : Neuerungen

Mai
20
00:00

Im Alter zwischen 18 und 35 Jahren kann einmalig eine Gesundheitsuntersuchung in Anspruch genommen werden, ab einem Alter von 35 Jahren dann nur noch alle drei statt bislang alle zwei Jahre.

Neuerungen in der Praxis

Umfang: Zum Check-up gehören weiterhin neben der Anamnese eine körperliche Untersuchung, das Messen des Blutdrucks, eine Untersuchung des Urins sowie die Bestimmung der Blutzucker- und Cholesterinwerte. Zusätzlich wird künftig ein vollständiges Lipidprofil erstellt – bestehend aus Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin sowie Triglyceriden.

Erhebung von Risiken: Mittels Risk-Charts sollen kardiovaskuläre Risiken systematisch erfasst werden, wenn dies aus ärztlicher Sicht angezeigt ist. Je nach Ergebnis erfolgt im Anschluss eine Beratung, wie das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung minimiert werden kann.

Auch Risikofaktoren für onkologische Erkrankungen sollen erhoben werden; insbesondere geht es hierbei um eine gegebenenfalls bestehende familiäre Belastung.

Arzt als Motivator: Ergänzt wurde zudem die Vorgabe, dass der Impfstatus zu überprüfen ist. Je nach Impfstatus soll der Arzt gezielt zur Nachimpfung motivieren.

Zudem sollen Versicherten, die eine familiäre Belastung insbesondere mit Brustkrebs, Darmkrebs und Hautkrebs haben, über das möglicherweise erhöhte Erkrankungsrisiko aufgeklärt und auf das Angebot bestehender Krebsfrüherkennungs-untersuchungen aufmerksam gemacht werden.

Auf diese soll künftig auch auf anderen Wegen verstärkt hingewiesen werden. So sollen gesetzlich Versicherte ab Juli 2019 regelmäßig ab dem 50. Lebensjahr schriftlich zur Früherkennungs-untersuchung auf Darmkrebs eingeladen werden und eine einheitliche Versicherteninformation erhalten.

Wie bisher können immunologische Test auf okkultes Blut im Stuhl (iFOBT) und Koloskopien in Anspruch genommen werden. Da Männer im Vergleich zu Frauen ein höheres Darmkrebs-Risiko haben, wird eine Darmspiegelung Männern künftig bereits ab 50 Jahren angeboten und nicht wie bisher ab 55. Jährlich Anspruch auf den Stuhltest sollen Frauen und Männer im Alter von 50 bis 54 Jahren haben.

Die Versicherten haben zudem insgesamt Anspruch auf zwei Darmspiegelungen, Frauen wie bisher ab 55. Zwischen diesen Koloskopien müssen mindestens zehn Jahre liegen. Wird das Angebot erst ab 65 Jahren wahrgenommen, hat man nur Anspruch auf eine Spiegelung.

Entscheiden sich Versicherte gegen eine Darmspiegelung, haben sie ab 55 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf einen Test auf Blut im Stuhl. Bei auffälligen Stuhltests können sie zur Abklärung zusätzlich eine Spiegelung machen lassen.

Nach der ersten Einladung zur Früherkennung sollen die Versicherten erneut mit 55, 60 und 65 Jahren die entsprechende Post von ihrer jeweiligen Krankenkasse bekommen. Mit im Briefumschlag soll ausführliches Info-Material liegen.

Quelle: hausarzt.digital

FAST – Schlaganfall, jede Minute zählt

Mai
25
00:00

Mittlerweile zählt der Schlaganfall zu den dritthäufigsten Todesursachen und ist die häufigste Ursache für dauerhafte, körperliche Beeinträchtigungen im Erwachsenenalter.

Für den Ausgang bzw. das Maß der Zellschädigungen, sind die ersten Minuten nach einem Schlaganfall entscheidend. Damit eine gezielte Versorgung eingeleitet werden kann, muss der Schlaganfall erkannt werden. Aber gerade für Laien kann dies schwierig sein, da die Symptome nicht ganz eindeutig und vorübergehend auftreten können.

Doch Spezialisten haben einen einfachen Test, den FAST-Test, entwickelt, mit dessen Hilfe sich die meisten Schlaganfälle innerhalb weniger Sekunden wie folgt feststellen lassen:

Denken Sie an das englische Wort für schnell: FAST

F-A-S-T steht außerdem für:

Face (Gesicht),
Arms (Arme),
Speech (Sprache) und
Time (Zeit)

  1. Face: Bitten Sie die Person zu lächeln.
    Ist das Gesicht einseitig verzogen? Das deutet auf eine Halbseitenlähmung hin.
  2. Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorn zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden; sie sinken oder drehen sich.
  3. Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz wie „Ich benötige keine Hilfe!“ nach-sprechen.
    Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt das Gesprochene verwischt, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
  4. Time: Wählen Sie unverzüglich den Notruf 112. Weisen Sie auf die vorliegenden Symptome hin und äußern Sie deutlich: „Verdacht auf einen Schlaganfall“. Denn nur im Krankenhaus kann ein Schlaganfall und die Ursache ermittelt und die richtige Therapie eingeleitet werden!

Diese vier Punkte sollten Sie außerdem beachten:

  • Geben Sie dem Betroffenen nichts zu essen oder zu trinken. Der Schluckreflex kann gestört sein – es droht Erstickungsgefahr!
  • Entfernen oder öffnen Sie einengende Kleidungsstücke.
  • Achten Sie auf freie Atemwege, entfernen Sie ggf. Zahnprothesen.
  • Teilen Sie dem Notarzt die Symptome und den Zeitpunkt des Auftretens mit.

Quelle: Mayo Foundation for Medical Education and Research (USA)

Fersensporn ist behandelbar

Jun
27
00:00

Fersensporn ist behandelbar Quelle:gesundheit.de

Wie erkenne ich einen Fersensporn? Haben Sie Fersenschmerzen oder das schmerzhafte Gefühl, ein Steinchen oder eine Reißzwecke im Schuh zu haben, obgleich dies nicht der Fall ist? Dann haben Sie wahrscheinlich einen Fersensporn, der auch Kalkaneussporn genannt wird. Rund zehn Prozent der Bevölkerung haben einen derartigen dornartigen Auswuchs an der Ferse.

Fersensporn: Ursachen dieser Fersenschmerzen

Am häufigsten tritt ein Fersensporn an der Unterseite des Fersenbeins an jener Stelle auf, an der die Sehnenplatte (Plantarfaszie) der Fußsohle und die kurzen Fußmuskeln ansetzen. Seltener entsteht der Fersensporn oben am Ansatz der Achillessehne. Die Beschwerden beginnen häufig zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.

Ein Fersensporn ist zumeist die Folge einer Überbelastung. Ursachen dieser Überbelastung können sein:

  • starkes Übergewicht
  • ein Beruf, der langes Stehen erfordert
  • ein abgeflachtes Fußlängsgewölbe
  • längere Fehlbelastungen durch hartes Schuhwerk
  • falsche Lauftechnik
  • unzureichendes Aufwärmen vor sportlichen Aktivitäten

Aber auch längeres Verharren in Zwangshaltungen, zum Beispiel bei stundenlangen Autofahrten, erhöht das Risiko, an der Ferse einen Fersensporn zu bekommen.

Ständige Überbelastung führt zu kleinen Rissen, die der Körper mit Kalkeinlagerungen repariert. Stück für Stück wächst der Fersensporn und drückt auf das umgebende Bindegewebe. Spätestens dann brauchen Sie ärztliche Hilfe.

Fersensporn: Wie erfolgt die Diagnose?

Neben dem Fersensporn gibt es auch andere Erkrankungen, die zu Fersenschmerzen führen können. Dazu zählen:

  • Nerveneinklemmungen
  • Stressfaktur des Fersenbeins oder
  • entzündliche Gelenkerkrankungen

Diese müssen zunächst vom Arzt ausgeschlossen werden. Nach einer ausführlichen Befragung und Untersuchung sowie gegebenenfalls einer Röntgen- und Ultraschalluntersuchung steht normalerweise die Diagnose fest.

Behandlung durch Entlastung der Ferse

Als wichtigste erste Maßnahme der Fersensporn-Behandlung gilt es, den Fuß vorübergehend zu entlasten. Konservative Therapien stehen hier an erster Stelle der Behandlung nach der Diagnose Fersensporn.

Bei Fersensporn helfen Einlagen und Krankengymnastik

Zu den klassischen Therapieformen bei Fersensporn zählen zum Beispiel individuell angepasste Einlagen mit Aussparungen oder Schaumgummi-Unterfütterung im Bereich der Ferse beziehungsweise des Fersensporns. Zudem sind Einlagen der Fersensporn-Behandlung zuträglich, die das Fußlängsgewölbe unterstützen. Zusätzlich sollte ein gleichzeitig vorhandener Knick- oder/und Senkfuß mittels Einlagen berücksichtigt werden.

Auch bequeme und gut gepolsterte Schuhe für den Alltag und Sport sowie die richtige Lauftechnik und das Aufwärmtraining sind sehr wichtig.

Daneben können krankengymnastische Spezialübungen einem Fersensporn Abhilfe schaffen. Diese Übungen bei diagnostiziertem Fersensporn dehnen und kräftigen die Sehnen an der Wade und Fußsohle. Die Schmerzen verringern sich.

Therapiemaßnahmen zur Behandlung des Fersensporns

Neben den konservativen Therapien existieren konservative physikalische Therapiemaßnahmen zur Behandlung des Fersensporns. Dazu gehören:

  • Injektionsverfahren: Der Arzt spritzt entzündungshemmende Medikamente wie Kortison und örtliche Betäubungsmittel in das entzündete Bindegewebe. Dies ist jedoch keine Dauertherapie.
  • Iontophorese: Durch Ionenwanderung werden Medikamente durch die Haut in die Blutbahn und das Gewebe eingebracht.
  • Lokale Kältetherapie: Dazu können Sie einfach Eis – eingewickelt in ein feuchtes Handtuch – für circa 5 Minuten auflegen.
  • Medi-Taping: Durch Anwendung eines Medi-Tapes werden Schmerzrezeptoren direkt beeinflusst. Entzündungssekrete und Wassereinlagerungen werden schneller abtransportiert.
  • Stoßwellenbehandlung mit Ultraschall (extrakorporale Stoßwellentherapie ESWT): Ultraschallimpulse treffen auf den betroffenen Fersenbereich und wirken – das „Wie“ ist noch unklar – schmerzlindernd (Erfolgsquote circa 50 bis 80 Prozent).
  • Röntgentiefenbestrahlung/Röntgenreizbestrahlung: Durch die Bestrahlung mit niedrig dosierten Röntgenstrahlen bilden sich die entzündlichen Veränderungen zurück. Dadurch lassen auch die Schmerzen nach.
  • „Phonopower“ mit Stimmgabeln: Vibrierende Gabeln sollen die Auflösung der Kalkansammlungen des Fersensporns beschleunigen.
  • Homöopathie: Das geeignete Präparat ist Hekla Lava aus der fluoridreichen Asche des Vulkans Mount Hekla auf Island. Die Anwendung erfolgt drei Wochen lang dreimal täglich als Tablette in der Potenz D2. Das Mittel ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

OP zur Fersensporn-Therapie nur im Notfall

Beim Eingriff wird die durch den Fersensporn hervorgerufene Spannung auf die Sehnen reduziert, indem ein Teil der Sehnen der Sehnenplatte des Fußes abgetrennt wird. Das kann langfristig aber zu einem Senkfuß führen. Weiterhin bestehen die normalen OP-Risiken wie Nervenschäden und Infektionen.

Im Nachhinein kann die Operationswunde selbst Fersensporn-ähnliche Beschwerden verursachen. Dann war die OP keine Hilfe und es bleibt nur noch eines, um den Fersensporn zu behandeln: Die Nerven um den Schmerzpunkt blockieren.